DER ANFANG 1998
Der Wunsch nach beruflicher Unabhängigkeit abseits jeglicher Verbandszwänge veranlasst Christian Fust, Jan de Witt und Thomas Dappers im April 1998, eine eigene GbR zu gründen. Unter dem Namen BreakPoint-Tennisteam wollen die drei Trainer nach ihren Vorstellungen ein Teammodell in Deutschland etablieren.
Im Rödinghausener Wiehenpark nahe des Teutoburger Waldes finden sich die geeigneten Voraussetzungen _ unter anderem vier Hallenplätze, vier Außenplätze und eine angegliederte Physiotherapie _ für eine professionelle Spielerbetreuung.
Die sportlichen Notwendigkeiten stehen von Beginn an im Mittelpunkt der Arbeit, um eine bestmögliche Ausbildung der Profisportler anbieten zu können. Die verfügbaren finanziellen Mittel werden fast ausschließlich für die Kosten einer professionellen Trainings- und Turniergestaltung genutzt. Partnerschaften mit dem Betreiber des Wiehenparks, der dortigen Physiotherapie und eines nahegelegenen Fitnessstudios erleichtern die Aufgabe. Zur medizinischen Betreuung wird der ehemalige Regionalliga-Spieler Dr. Christoph Engelke in die Teamarbeit eingebunden. Die leistungsdiagnostische Trainingsbegleitung übernimmt Christian Fust in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportspiele der Deutschen Sporthochschule in Köln.
Sieben Spieler beziehungsweise Spielerinnen zählen zum Gründungsteam. Sie wählen ihren Wohnsitz in unmittelbarer Nähe des Stützpunktes und sammeln zunächst ihre Weltranglistenpunkte bei Future- und Satellite-Turnieren. Der Erfolg der Teamarbeit lässt nicht lange auf sich warten. Jan Boruszewski erspielt seine ersten Weltranglistenpunkte, Dessi Topalova gewinnt ihr erstes 10.000$-Turnier und anschließend ein 25.000$-Turnier in Sofia. Esther Brunn schafft im November den Durchbruch bei den 25.000$-Turnieren in Australien und verbessert sich um mehr als 400 Plätze auf der Weltrangliste.
Im Oktober des Jahres schließt sich Axel Pretzsch (ATP 340) dem BreakPoint-Team an. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit nimmt beim 1 Mio.$ -ATP-Turnier in Basel ihren Anfang. Dort qualifiziert sich der gebürtige Hamburger erstmals auf dieser Ebene für das Hauptfeld. Gegen den Aufschlagriesen Greg Rusedski (GBR) ist er allerdings chancenlos. In den folgenden Monaten sammelt der 22-jährige mit weiteren erfolgreichen Auftritten bei Challenger-Turnieren viele ATP-Punkte. Zum Jahresabschluß hat sich sein Ranking auf Nr. 220 ATP verbessert.